Körpersprache - Becken, Brust, Wirbelsäule

Die Sprache des Körpers

 

TanzShiva selbst, der Yogi der Yogis, zeigt uns, was Tanz ist. Er führt uns den «kosmischen Tanz» vor und demonstriert uns die Einheit des Seins. Er zeigt uns, daß das höchste Sein die völlige Einheit von Seele und Körper ist und daß man diese durch Tanz erlangen kann. Deshalb ist Tanz Yoga - nicht nur körperliche Akrobatik, sondern ein Mittel, Einheit im Bewußtsein zu erreichen.
-Swami Sivananda

 

 

 

 
Wirbelsäule

Die Wirbelsäule hält uns aufrecht. Sie ist das Zentrum, das alles zusammen hält. An ihr hängt unser Knochengerüst. Wenn die Wirbelsäule stark und stabil ist, ebenso flexibel und biegsam, dann können wir uns aufrecht halten und sind fähig mit dem Strom des Lebens zu fließen. Ähnlich wie sich ein Bambus oder ein Baum im Wind biegt, ohne abzubrechen, stehen wir sicher im „Wind of change“. Wenn wir aber zu weich sind und unsere Wirbelsäule vom Druck des Lebens einknickt und krümmt, sind wir besiegt. Auf der anderen Seite zeigt eine starre Wirbelsäule, dass wir zu unflexibel sind, zu korrekt sein wollen und dabei zerbrechlich und spröde sind.

Becken

Die Beckengegend mit Hüften, Gesäß, unterer Bauch und Rücken ist ein kritischer Bereich zwischen dem unteren und oberen Teil unseres Körpers. Wenn wir uns zusammen reißen, den Hintern zusammen kneifen, den Bauch einziehen und das Becken festhalten, klemmen wir unsere Energien ab, die sonst frei durch diesen Bereich fließen würden. Wenn wir Abstand von unserer Sexualität nehmen, die Lust ignorieren und uns unserer tierischen Triebe schämen, dann unterdrücken wir Emotionen, die die Basis für Lebendigkeit sind. Ein starres Becken, das sich nicht in alle Richtungen bewegen lässt, ist ein Zeichen dafür, dass wir Angst haben die Kontrolle zu verlieren, Angst vor den dunklen Seiten unseres Selbst.

Brust

Wenn das Becken locker und der Bauch weich ist, fließt Energie nach oben in die Brust. Das ist der Bereich in dem sich Energien, die durch uns fließen treffen und vermischen. Das ist der Bereich in dem wir unsere Gefühle, Emotionen und Gedanken vereinen und von wo aus wir starten mit ihnen zu agieren. Ähnlich wie das Herz und die Lunge am Austausch von Sauerstoff beteiligt sind ist es der Brustbereich, wo sich innere und äußere Welt trifft. Hier können wir uns der Welt öffnen, oder uns verschließen. Eine eingesunkene und schmale Brust zeigt, dass wir uns der Welt verschließen, schwach und ängstlich sind, unfähig zu geben und uns zu äußern. Auf der anderen Seite kann eine geschwollene Brust ein Zeichen dafür sein, dass wir uns zu wichtig nehmen, dass wir eine Barriere aufbauen, um unseren Standpunkt zu schützen, es fällt schwer etwas anzunehmen.